Turnerreisebericht 2009
Turnerreisebericht 2009
Turnerreise 2009
vom 22. und 23. August
Es war 7:15 Uhr an einem Samstag am Bahnhof in Hauptwil. Dieser 22. August 2009 zeigte sich kühl und bedeckt. Aber genau zu diesem Zeitpunkt und an diesem Ort begann die Turnfahrt 2009 unter der Leitung von Rö. H. Das Ziel hiess heuer - Savognin im Kanton Graubünden.
Die Stimmung an diesem Morgen war ausgelassen, ruhig und friedlich, obwohl ein paar Herren von einer durchzechten Nacht kamen. Pünktlich um 7:33 Uhr fuhr der Zug ein. Dieser brachte die Truppe nach St.Gallen und dort hiess es Umsteigen. Von St.Gallen aus ging die Reise weiter nach Chur. An diesem Bahnhof gab es eine Wartezeit von 20 Minuten. Die Zeit wurde zum Teil durch eine kleine Zwischenverpflegung vertrieben und zum anderen durch den ersten Schnupftabak-Konsum an der diesjährigen Turnfahrt. Die Reise führte weiter mit der Rhätischen Bahn (RhB) von Chur nach Tiefencastel. Diese Strecke verlief mehrheitlich auf Brücken und durch Tunnels. Wobei diese Strecke auch teilweise zum UNESCO Welterbe gehört. In Tiefencastel hiess es zum dritten und letzten Mal Umsteigen. Ein Bus brachte die Gruppe nach Savognin. Die Reise dauerte etwas weniger als vier Stunden.
In Savognin angekommen wurde zuerst die Unterkunft aufgesucht. Diese war auch schnell gefunden, da sie weniger als fünf Geh-Minuten von der Bushaltestelle entfernt liegt. Die Unterkunft heisst Garni Julia. Dort wurden die Zimmer besichtig und die Betten bezogen. Es standen Zweier- und Dreierzimmer zur Verfügung. Alle Zimmer sind mit WC, Bad/Dusche ausgestattet.
Nachdem die Zimmer bezogen waren, ging es an den Badesee Lai Barnagn. Ein richtiger See ist dieser natürlich nicht, denn die Grösse ist mit dem Hauptwiler Weiher vergleichbar. Am Badesee genoss die Reisegruppe den Lunch.
Nach dem Mittagessen ging es zum Sessellift, der die Truppe von Savognin auf die Station Tigignas brachte. Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des Seilparks und dem Flying-Fox. Aber bevor der Spass beginnen konnte, mussten alle die Ausrüstung fassen, einen Einführungsfilm anschauen und eine Erklärung ausfüllen und unterschreiben. Danach zeigte der Guide nochmals die wichtigsten Punkte auf und dann konnte es endlich losgehen. Es gab drei Schwierigkeitsstufen. Die erste war recht einfach. Die zweite anspruchsvoll und die dritte war der Flying-Fox. Bei diesem steht das Fliegen von Plattform zu Plattform im Vordergrund. Insgesamt werden dort 500 Meter auf 13 Plattformen zurückgelegt.
Als es zu Regnen begonnen hat, sind einige nochmals auf den Flying-Fox Parcours. Die anderen haben sich ins Restaurant neben dem Seilpark zurückgezogen und genossen eine Erfrischung.
Wegen des Regens wurde der Sessellift-Betrieb etwas früher eingestellt. Da die meisten nicht zu Tal laufen wollten, ging es rasch zum Sessellift, der einen Teil der Gruppe nach Savognin brachte. Eine kleine Gruppe entschied sich aber doch lieber zu Fuss ins Tal zu laufen.
Mittlerweile ist es bereits Abend und langsam machte sich der Hunger bemerkbar. Nachdem sich beide Gruppen bei der Unterkunft wieder vereint hatten, ging es ins Hotel Romana, wo es eine Pizzeria gab und damit etwas zu essen.
Nach dem Abendessen stand Ausgang auf dem Programm. Der Kellner der Pizzeria empfahl uns den CUBE Club aufzusuchen, denn dort sei am ehesten noch etwas los. Viel war es dennoch nicht, aber der Club bot unter anderem eine geräumige Lounge und eine "Spiel-Hölle" mit Billard, Dart, Tischfussball, Ping Pong und einige PlayStation-Konsolen. Nach einiger Zeit teilte sich die Gruppe in kleinere auf. Eine Gruppe machte es sich beispielsweise in der Lounge gemütlich um eine Runde "Arschlöchlä" zu spielen.
Gegen 2:00 Uhr waren auch die Letzten in ihren Zimmern angekommen, allerdings nicht ganz ohne Zwischenfälle.
Am nächsten Morgen ging es um 9:00 Uhr beim Sessellift an der Talstation in Savognin weiter. Zuvor stand allerdings noch Aufstehen, Duschen, wenn auch nur kalt, Frühstücken und Betten abziehen auf der To-Do-Liste.
Am Morgen stand Abfahrtsspass mit Fun-Geräten auf dem Programm, dazu musste die Gruppe wieder Ausrüstung fassen und eine Erklärung unterschreiben. Für die Gruppe standen fünf Mountaincarts und elf Monsterroller zur Verfügung. Dadurch konnte untereinander bestens getauscht werden.
Nun konnte es endlich losgehen. Zuerst mit dem Sessellift von Savognin auf die Station Tigignas. Für diejenigen, die einen Monsterroller hatten, stand die Option offen noch eine weitere Station nach oben zu fahren. Also ging es mit einem weiteren Sessellift auf die 2116 Meter über Meer liegende Station Somtgant. Somit verging der Vormittag sehr schnell, allerdings nicht ganz reibungslos. Ein Mountaincart wurde auf der Fahrt plötzlich entzweit. Bei einem Monsterroller riss ein Bremskabel und bei einem weiteren löste sich die Bremse ab.
Ab dem Mittag ging es an den Badesee. Es ist ein sehr idyllischer, kleiner See. Dieser lässt fast keine Wünsche offen. Es gibt dort eine grosse Wiese zum Entspannen, eine Minigolfanlage, zwei Beachvolleyball-Felder und ein Restaurant, in dem man das Mittagessen geniessen kann. Auf dem See steht ein Wassertrampolin, ein Floss und zwei Pedalos zur freien Verfügung.
Somit vertrieben sich die einen den Nachmittag auf dem Wassertrampolin, die anderen auf den Pedalos und wiederum andere mit einem Nickerchen auf der grünen Wiese.
Um 15:45 am Sonntag war die Turnfahrt quasi beendet, denn der Bus fuhr von Savognin nach Tiefencastel. Im Übrigen verlief die Rückreise gleich wie die Anfahrt. Kurz vor St.Gallen gab es die letzte Schnupftabak-Einheit, wobei diese nicht alle ganz so gut vertragen haben, wie sie wohl erhofft hatten. Es war mittlerweile Viertel nach sieben am Abend und Sepp Sutter bedankte sich beim Reiseleiter für die tolle und unvergessliche Turnfahrt im Jahr 2009. Zudem bedankte er sich bereits im Voraus beim Verfasser für diesen Reisebericht.
Am Bahnhof in Hauptwil angekommen, verabschiedete sich die Gruppe. Jeder ging seines Weges und die Gruppe löste sich auf. Es war 19:30 Uhr an einem sonnigen und warmen Sonntag. Somit war diese Turnfahrt 2009 nun definitiv passé.
Autor: Fa.L.